J.S. Bach - Dritter Theil der Clavieruebung - Orgelmesse - St. Maria Kl - Prof. Torsten Laux

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https://www.youtube.com/watch?v=bS8Fe9NRJRY

Livemitschnitt „Nacht der Kultur“ Dom zu Worms: Psalm 46 für Orgel von Torsten Laux (*1965)

https://youtu.be/gBW5VbeElC0?si=rbDI7FfeeNw1dWgl

Am 28.06.2025, 20:30+21:30 Uhr, spielten Stephanie Winzen (Sax) & Torsten Laux (Orgel) im Dom St. Peter Worms fünf Psalmen für Sopransaxophon und Orgel von Torsten Laux nach den deutschen Übersetzungen der jüdischen Autoren Martin Buber und Franz Rosenzweig (1929), frisch gedruckt veröffentlicht im Verlag Daniel Kunert - Musik-Medienhaus, und dies in meiner Geburtsstadt Worms am Rhein, die schon lange zuvor ein bedeutendes europäisches Zentrum hebräischer Kultur, Religion, Philosophie und Theologie war . . . 

. . . Und Psalm 46 für Orgel solo, komponiert und gespielt vom Komponist. Stephanie Winzen, deren Atem hier nicht mehr ihrem eigenen Instrument galt, hat derweil - vom Mensch an den Tasten völlig unbemerkt - am Spieltisch der Schwalbennestorgel von Klais (III/34, 1985) einfach ihr Handy draufgehalten. So konnte dieses unbearbeitete LIVE-VIDEO zufälligerweise entstehen und trotz akustisch und optisch schwieriger Bedingungen sogar auch von den Spiel- und Betriebsgeräuschen profitieren . . . 

Nun kann ich mir endlich vorstellen, diese mir selbst sehr am Herzen liegende Komposition zur Veröffentlichung im Verlag Buch und Note Daniel Kunert - Musik-Medienhaus (Celle) tatsächlich einmal genau so zu Papier zu bringen, dass andere, die sich dafür nun vielleicht interessieren könnten, es sich mit möglichst wenig Aufwand aneignen können. Keine leichte Aufgabe für mich, da es dadurch vermutlich nicht leichter, sondern viel schwieriger wird, improvisatorische Freiheiten zu bewahren, die dringend notwendig sind, um die „richtigen“ Töne mit Leben und Verstehen zu verbinden, oder? 

Denn es geht nie darum, nur die richtige Taste mit der richtigen Registrierung, Schwellerstellung, Artikulation, Phrasierung, im genau passenden Timing zu treffen, sondern die Musik wird erst dadurch lebendig, dass Interpreten jede Komposition für sich so vereinnahmen und gestalten, als hätten sie alles in demselben Moment gerade eben selbst erfunden. 

In diesem Sinne war dies doch eine URAUFFÜHRUNG, und ich bin sehr dankbar für den kairos. 

Torsten Laux 

https://youtu.be/E_ndNDZMPSI?si=aPvypoJpVD5-U2PM

Geburtstags-Gruß zu Cocherau‘s 100. von Torsten Laux

Vollständige Uraufführung (Psalm 100 wird am 9.7.24 bereits medial verbreitet, siehe YouTube Link hier oben) am Samstag, 5. Oktober 2024, 19:30 Uhr in der Ev. Petruskirche Düsseldorf Unterrath im Konzert Bläser (Leitung: Jörg Häusler) und Orgel (im 19. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival) mit Torsten Laux, Orgel 

Eine komponierte Improvisation oder improvisierte Komposition als Kopf-Kino-Film-Musik über die Psalmen 
1, 2, 5 (Teil 1) 
137, 23, 100 (Teil 2) 

zum Gedenken an 
PIERRE COCHERAU zum 100. Geburtstag im Jubiläumsjahr 1924/2024 

Pierre Eugène Charles Cochereau (* 9. Juli 1924 in Saint-Mandé; † 6. März 1984 in Lyon) war ein wegen seiner virtuosen Improvisationen berühmter französischer Organist, außerdem auch Komponist und Musikpädagoge. 

TEIL 1: 

Psalm 1 
O Glück des Mannes, der nicht ging im Rat der Frevler, den Weg der Sünder nicht beschritt, am Sitz der Dreisten nicht saß, sondern Lust hat an SEINER Weisung, über seiner Weisung murmelt tages und nachts! Der wird sein wie ein Baum, an Wassergräben verpflanzt, der zu seiner Zeit gibt seine Frucht und sein Laub welkt nicht: was alles er tut, es gelingt. Nicht so sind die Frevler, sondern wie Spreu, die ein Wind verweht. Darum bestehen Frevler nicht im Gericht, Sünder in der Gemeinde der Bewährten. Denn ER kennt den Weg der Bewährten, aber der Weg der Frevler verliert sich. 

Psalm 2 
Wozu tosen die Weltstämme, murren Nationen - ins Leere! Erdenkönige treten vor, mitsammen munkeln Erlauchte wider IHN, wider seinen Gesalbten: »Sprengen wir ihre Fesseln, werfen wir ihre Seile von uns!« Der im Himmel Thronende lacht, mein Herr spottet ihrer. Dann redet in seinem Zorn er zu ihnen, verstört sie in seinem Entflammen: »Ich aber, belehnt habe ich meinen König auf Zion, meinem Heiligtumsberg.« - Berichten will ichs zum Gesetz, ER hat zu mir gesprochen: »Mein Sohn bist du, selber habe ich heut dich gezeugt. Heische von mir und ich gebe die Weltstämme als Eigentum dir, als Hufe dir die Ränder der Erde, - du magst mit eisernem Stab sie zerschellen, sie zerschmeißen wie Töpfergerät.« Und nun, Könige, begreifts, nehmet Zucht an, Erdenrichter! Werdet IHM dienstbar mit Furcht und flohlocket mit Zittern! Rüstet euch mit Läutrung, sonst zürnt er, und am Wege seid ihr verloren, wenn entbrennt über ein kleines sein Zorn. O Glück aller, die sich an ihm bergen! 

Psalm 5 
Meinen Sprüchen lausche, DU, achte auf mein Seufzen, merk auf die Stimme meines Stöhnens, o mein König und mein Gott, denn zu dir bete ich. DU, morgens hörst du meine Stimme, morgens rüste ich dir zu, und ich spähe. Denn nicht bist du eine Gottheit, die Lust hat am Frevel, ein Böser darf nicht bei dir gasten, Prahler sich dir vor die Augen nicht stellen, die Argwirkenden hassest du alle, die Täuschungsredner lässest du schwinden. - Ein Greuel ist DIR der Mann von Bluttat und Trug. Ich aber, durch die Fülle deiner Huld komme ich in dein Haus, werfe mich hin zu deiner Heiligtumshalle in deiner Furcht. DU, leite mich in deiner Wahrhaftigkeit um meiner Verleumder willen, mache gerad vor mir deinen Weg! Denn kein Festes ist deren einem im Mund, ihr Eingeweid ist Verhängnis, ein geöffnetes Grab ihr Schlund, ihre Zunge glätten sie.. Büßen lasse sie, Gott, von ihren Ratschlägen mögen sie fallen, um die Fülle ihrer Abtrünnigkeiten stoße sie fort, denn sie sind dir widerspenstig. Aber freuen werden sich alle, die sich an dir bergen, in die Zeit hin werden sie jubeln, da du sie überschirmst, sich entzücken an dir, die deinen Namen lieben. Denn du bists, der segnet den Bewährten, DU, wie mit einem Schilddach krönst du ihn mit Gnade. 

TEIL 2: 

Psalm 137 
An den Stromarmen Babylons, dort saßen wir und wir weinten, da wir Zions gedachten. An die Pappeln mitten darin hingen wir unsre Leiern. Denn dort forderten unsere Fänger Sangesworte von uns, unsre Foltrer ein Freudenlied: »Singt uns was vom Zionsgesang!« Wie sängen wir SEINEN Gesang auf dem Boden der Fremde! Vergesse ich, Jerusalem, dein, meine Rechte vergesse den Griff! Meine Zunge hafte am Gaum, gedenke ich dein nicht mehr, erhebe ich Jerusalem nicht übers Haupt meiner Freude. Den Edomssöhnen gedenke, DU, den Tag von Jerusalem, die gesprochen haben: »Legt bloß, legt bloß bis auf den Grund in ihr!« Tochter Babel, Vergewaltigerin! Glückauf ihm, der dir zahlt dein Gefertigtes, das du fertigtest uns: Glückauf ihm, der packt und zerschmeißt deine Kinder an dem Gestein. 

Psalm 23 
ER ist mein Hirt, mir mangelts nicht. Auf Grastriften lagert er mich, zu Wassern der Ruh führt er mich. Die Seele mir bringt er zurück, er leitet mich in wahrhaftigen Gleisen um seines Namens willen. - Auch wenn ich gehn muß durch die Todschattenschlucht, fürchte ich nicht Böses, denn du bist bei mir, dein Stab, deine Stütze - die trösten mich. Du rüstest den Tisch mir meinen Drängern zugegen, streichst das Haupt mir mit Öl, mein Kelch ist Genügen. Nur Gutes und Holdes verfolgen mich nun alle Tage meines Lebens, ich kehre zurück zu DEINEM Haus für die Länge der Tage. 

Psalm 100 
Schmettert IHM zu, alles Erdreich! 
Dienet IHM in der Freude! kommt mit Jubelruf vor sein Antlitz! 
Erkennet, daß ER Gott ist, er hat uns gemacht, er, wir sind sein, sein Volk, Schafe seiner Weide. 
Kommt in seine Tore mit Dank, in seine Höfe mit Preisung! dankt ihm, segnet seinen Namen! 
Denn gütig ist ER, in Weltzeit währt seine Huld, für Geschlecht um Geschlecht seine Treue. 

Deutsche Übersetzungen nach den jüdischen Autoren Martín Buber und Franz Rosenzweig (1929)

https://youtu.be/lXtcLN1IXEY?si=HmVkX-gORO9OmBn9

Torsten Laux spielt Torsten Laux (*30.10.1065 in Worms am Rhein):
Andante d-moll und Allegro D-Dur „Freude schöner Götterfunken“ über das Thema aus dem Schlusschor der 9. Sinfonie Opus 125 in d-moll/D-Dur von Ludwig van Beethoven

komponiert nach einer eigenen Improvisation im BEETHOVEN-Jubiläumsjahr 2020, hier ein unbearbeiteter Konzertmitschnitt, gespielt an der 1909 von W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) erbauten Orgel [2. FOTO] mit 41 klingenden Stimmen auf drei Manualen und Pedal in der Evangelischen Stadtkirche St. Simplicius, erbaut 1791 im klassizistischen Stil von Georg Veit Koch, in Bad Salzungen in Thüringen, dies war am Samstag, 30. August 2025, um
18 Uhr: Orgelkonzert „Ah - Bach!“

PROGRAMM

Johann Sebastian Bach (* 21. März jul. / 31. März greg. 1685 in Eisenach - † 28. Juli 1685 in Leipzig) [3. FOTO]:
Fantasie und Fuge g-moll BW 542
inspiriert von der Reise nach Hamburg (1720)
YouTube:
https://youtu.be/V9mpCU4TnO4?si=pdoevv-hHznCXnFB

Robert Schumann (Robert Alexander Schumann * 8. Juni 1810 in Zwickau - † 29. Juli 1856 in Endenich) [4. FOTO]:
Fugen II, V, VI über „B-A-C-H“ aus Opus 60
YouTube:
https://youtu.be/S2AUZpl_yjo?si=YO-YqeW5lN4pobxh

Franz Liszt (Liszt Ferencz * 22. November 1811 in Raiding, † 31. Juli 1886 in Bayreuth) [FOTO]:
Praeludium und Fuge über „B-A-C-H“ (1870) [5. FOTO]:
YouTube:
https://youtu.be/AGhPiE6ec6c?si=UX7Ds-1-12vKGpzD

Max Reger (Johann Baptist Joseph Maximilian Reger * 19. März 1873 in Brand - † 11. Mai 1916 in Leipzig) [6. FOTO]:
Phantasie und Fuge über „B-A-C-H“ Opus 46 (komponiert 1900 in Weiden/Oberpfalz)
YouTube:
https://youtu.be/fIONHkUbLNg?si=l8CumieqLCEzDhiw

Torsten Laux (*30.10.1965 in Worms):
Fantasie „Da nobis pacem - Verleih uns Frieden“
mit der Ukrainischen Nationalhymne, dem Hebräischen Gesang „Kol Nidre“, dem ökumenischen Friedenslied „Verleih uns Frieden“ nach dem altchristlichen „Da pacem, domine“
YouTube:
https://youtu.be/c0gUDXKd4CM?si=XRXLlDkIb5w_JrMC

Torsten Laux (*30.10.1965 in Worms):
Andante und Allegro über „Freude schöner Götterfunken“ über das Thema aus Schlusschor der 9. Sinfonie op. 125 von Ludwig van Beethoven (Europa-Hymne)
YouTube:
https://youtu.be/lXtcLN1IXEY?si=HmVkX-gORO9OmBn9

ZUGABE
Torsten Laux (*30.10.1965 in Worms):
Partita (7 Variationen) über die 7 Strophen des lutherischen Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“
Text und Melodie von Georg Neumark (*1621 Langensalza - †1681 Langensalza) [FOTO]

an der Wilhelm Sauer Orgel von 1909 mit 41 klingenden Stimmen auf drei Manualen und Pedal, dieses Instrument wurde nach den Vorstellungen von Max Reger konstruiert und 1994 bis 2000 aufwendig restauriert spielte Torsten Laux (Düsseldorf/Kaiserslautern) [7. FOTO]

REEL aus der Probe an der Sauer-Orgel:

https://www.instagram.com/reel/DN-76W1iCMj/?igsh=MTZjbnRudG5udmRhag==


https://www.instagram.com/reel/DN-8S5biEy1/?igsh=MW82aTlnMXFtN2U0Nw==

I am pleased to inform that the review of your two CDs Bible Poems and Jewish Prayer is now available in five languages on the website of the European Institute of Jewish Music:

https://www.iemj.org/de/bible-poems-jewish-prayer/

Today's newsletter is largely devoted to this topic. Although it is in French. Finally, we will most likely include this announcement in our next English-language newsletter.

Congratulations on these beautiful recordings and on your commitment to keeping this musical heritage alive.

I am pleased to inform that the review of two CDs Bible Poems and Jewish Prayer is now available in five languages on the website of the European Institute of Jewish Music.

And see:
DIE ORGEL IN DER JÜDISCHEN TRADITION https://www.iemj.org/de/lorgue-dans-la-tradition-juive/


https://youtu.be/gaSE0z8vFNM?si=GGfM5x9Q1Nxava0q

Torsten Laux spielt an der Rieger-Orgel mit 57 klingenden Stimmen auf 3 Manualen mit zwei Schwellwerken (2019 für den Orgelunterricht der Robert Schumann Hochschule erbaut) in der Albertus Magnus Kirche Düsseldorf

Johann Sebastian Bach: 
„O Lamm Gottes unschuldig“ 
BWV 618 
(aus dem „Orgelbüchlein“ 
BWV 599 bis 644) 

zum vierfachen Jubiläumsjahr 2025 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Albert Schweitzer (1875-1965) 

Vor 150 Jahren wurde Albert Schweitzer geboren, der vor 60 Jahren starb, und 2025 feiern wir auch den 340. Geburtstag und gedenken des 275. Todestages von Johann Sebastian Bach. 

Mit seinem wegweisenden Buch über Johann Sebastian Bach unterrichtete Albert Schweitzer seinen eigenen Lehrer Charles-Marie Widor über die Grundlagen der musikalischen Rhetorik, mithin die theologischen Bezüge und die engen Wort-Ton-Beziehungen in Bachs Musik, verdichtet im „Orgelbüchlein“. 

Aus diesem Anlass initiierte Michael Grüber eine Reihe von Gesprächskonzerten mit diesem vollständigen 

PROGRAMM 
(mit Seitenzahlen aus Schweitzers Bach-Buch) 

Johann Sebastian Bach (1685-1750): 

Toccata d-moll BWV 565 (234) 

Die musikalische Sprache der Choräle 

aus dem Orgelbüchlein: 

„Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (425), „Erstanden ist der heilige Christ“ (425, 426), „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (426), „Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf“ (430), „Herr Gott nun sei gepreiset“ (432), „Alle Menschen müssen sterben“ (432), „Jesu, meine Freude“ (433), „O Lamm Gottes“ (433), „In dir ist Freude“ (434) 

aus dem III. Theil der Clavieruebung: 

„Christ, unser Herr, zum Jordan kam“ (427), „Wir glauben all an einen Gott“ (429), „Jesus Christus, unser Heiland“ (429, 439) 

Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552 (240, 241)

und 

Charles-Marie Widor (1844-1937): 

Toccata F-Dur aus der 5. Orgelsymphonie Opus 42 Nr. 1 

und 

Gespräche über den Organist, Theologen, Tropenarzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer; über seine Bach-Biographie; über die von Schweitzer entdeckte Spiritualität in der Musik von Bach; über die sich immer wieder erneuernde Interpretation der Orgelmusik von Bach; und über die ständige Erneuerung des Orgelbaus aufgrund der von Schweitzer und Widor begonnenen Orgelbewegung 

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Albert Schweitzer schreibt in seinem Buch „Johann Sebastian Bach“: 
Bach kennt einen zweifachen Ausdruck des Schmerzes. 
Um die edle Klage darzustellen, verwendet er eine Folge von gebundenen Noten, die je zwei und zwei zusammen gehören. 
Den quälenden Schmerz stellt er durch ein chromatisches Motiv von fünf oder sechs Noten dar.
Für das Motiv der edlen Klage verwendet Bach eine Folge vergeistigter Seufzer. 
Er schreibt: „die zweite der unter sich verbundenen Noten muss immer leicht hingehaucht werden.“
Das chromatische Schmerzensmotiv setzt sich aus einer Folge von aufsteigenden kleinen Sekunden zusammen. 
Yvonne Kortmann


Torsten Laux spielt an der Rieger-Orgel mit 57 klingenden Stimmen auf 3 Manualen mit zwei Schwellwerken (2019 für den Orgelunterricht der Robert Schumann Hochschule erbaut) in der Albertus Magnus Kirche Düsseldorf

zum vierfachen Jubiläumsjahr 2025 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Albert Schweitzer (1875-1965) 

Vor 150 Jahren wurde Albert Schweitzer geboren, der vor 60 Jahren starb, und 2025 feiern wir auch den 340. Geburtstag und gedenken des 275. Todestages von Johann Sebastian Bach. 

Mit seinem wegweisenden Buch über Johann Sebastian Bach unterrichtete Albert Schweitzer seinen eigenen Lehrer Charles-Marie Widor über die Grundlagen der musikalischen Rhetorik, mithin die theologischen Bezüge und die engen Wort-Ton-Beziehungen in Bachs Musik, verdichtet im „Orgelbüchlein“. 

Aus diesem Anlass initiierte Michael Grüber eine Reihe von Gesprächskonzerten mit diesem vollständigen 

PROGRAMM 
(mit Seitenzahlen aus Schweitzers Bach-Buch) 

Johann Sebastian Bach (1685-1750): 

Toccata d-moll BWV 565 (234) 

Die musikalische Sprache der Choräle 

aus dem Orgelbüchlein: 

„Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (425), „Erstanden ist der heilige Christ“ (425, 426), „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (426), „Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf“ (430), „Herr Gott nun sei gepreiset“ (432), „Alle Menschen müssen sterben“ (432), „Jesu, meine Freude“ (433), „O Lamm Gottes“ (433), „In dir ist Freude“ (434) 

aus dem III. Theil der Clavieruebung: 

„Christ, unser Herr, zum Jordan kam“ (427), „Wir glauben all an einen Gott“ (429), „Jesus Christus, unser Heiland“ (429, 439) 

Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552 (240, 241)

und 

Charles-Marie Widor (1844-1937): 

Toccata F-Dur aus der 5. Orgelsymphonie Opus 42 Nr. 1 

und 

Gespräche über den Organist, Theologen, Tropenarzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer; über seine Bach-Biographie; über die von Schweitzer entdeckte Spiritualität in der Musik von Bach; über die sich immer wieder erneuernde Interpretation der Orgelmusik von Bach; und über die ständige Erneuerung des Orgelbaus aufgrund der von Schweitzer und Widor begonnenen Orgelbewegung 

GESPRÄCHSKONZERT

zum vierfachen Jubiläumsjahr 2025 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Albert Schweitzer (1875-1965): Vor 150 Jahren wurde Albert Schweitzer geboren, der vor 60 Jahren starb, und 2025 feiern wir auch den 340. Geburtstag und gedenken des 275. Todestages von Johann Sebastian Bach



PROGRAMM


Gespräch mit Torsten Laux über den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer


Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Toccata und Fuge d-moll BWV 565 (siehe Seite 234 im Buch „Johann Sebastian Bach“ von Albert Schweitzer)


Gespräch mit Wolfram Wirth und Torsten Laux über die musikalische Sprache der Choräle (mit Seitenzahlen aus Schweitzers Bach-Buch), dazu jeweils aus dem „Orgelbüchlein“ BWV 599 bis 644 (komponiert 1717) von Johann Sebastian Bach:

„Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (Seite 425)
YouTube:
https://youtu.be/aXaauvdUYYc?si=xzqehGDoqSOaSVJX

„Erstanden ist der heilige Christ“ (Seiten 425, 426)

„Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (Seite 426)

„Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf“ (Seite 430)
YouTube:
https://youtu.be/rd_MB1q0Zhg?si=2jcWaQn59T0PhflR

„Herr Gott nun sei gepreiset“ (Seite 432)

„Alle Menschen müssen sterben“ (Seite 432)

„Jesu, meine Freude“ (Seite 433)
https://youtu.be/XV1KQPqb1Aw

„O Lamm Gottes“ (Seite 433)

„In dir ist Freude“ (Seite 434)
YouTube:
https://youtu.be/sDczPncJqXQ?si=FoEorvEJJbZy6cFI


Gespräch mit Wolfram Wirth über den Theologen Albert Schweitzer


Praeludium Es-Dur BWV 552 (240, 241)


Gespräch mit dem Publikum über die von Albert Schweitzer und Charles-Marie Widor initiierte Orgelbewegung


Charles-Marie Widor (1844-1937):
Toccata F-Dur aus der 5. Orgelsymphonie
YouTube:
https://youtu.be/wMzgz6-8ODc?si=

Samstag, 30. August 2025, 18 Uhr

Evangelische Stadtkirche St. Simplicius, 1791 im klassizistischen Stil von Georg Veit Koch erbaut, in Bad Salzungen / Thüringen 

Orgelkonzert „Ah - Bach!“

PROGRAMM

Johann Sebastian Bach (* 21. März jul. / 31. März greg. 1685 in Eisenach - † 28. Juli 1685 in Leipzig):
Fantasie g-moll
BW 542
inspiriert von der Reise nach Hamburg (1720)

Robert Schumann (Robert Alexander Schumann * 8. Juni 1810 in Zwickau - † 29. Juli 1856 in Endenich):
Fuge VI
über „B-A-C-H“ aus Opus 60

Franz Liszt (Liszt Ferencz * 22. November 1811 in Raiding, † 31. Juli 1886 in Bayreuth):
Praeludium und Fuge über „B-A-C-H“ (1870)

Max Reger (Johann Baptist Joseph Maximilian Reger * 19. März 1873 in Brand - † 11. Mai 1916 in Leipzig):
Phantasie
über „B-A-C-H“ Opus 46 (komponiert 1900 in Weiden/Oberpfalz)

Torsten Laux (*1965 in Worms):
Fantasie „Da nobis pacem - Verleih uns Frieden“
mit der Ukrainischen Nationalhymne, dem Hebräischen Gesang „Kol Nidre“, dem ökumenischen Friedenslied „Verleih uns Frieden“ nach dem altchristlichen „Da pacem, domine“
YouTube:
https://youtu.be/nweIfPfnf1Q?si=iazpK-OaH8D1KZp0
Livemitschnitt Offener Orgelunterricht der RSH Düsseldorf mit Prof. Torsten Laux, IDO Festival 2024 
Torsten Laux (Organist) spielt Torsten Laux (Komponist): 
- Ukrainische Nationalhymne 
- Partita „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (5 Variationen) 
Choral - Bicinium - Ostinato - Tritonuskanon - Toccata 
- URAUFFÜHRUNG 
„Da nobis pacem - Verleih uns Frieden“ 
mit der Ukrainischen Nationalhymne 
und dem Kol Nidre 
aus dem „Offenen Orgelunterricht“ der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf im XIX. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival an der Rieger-Orgel in der Albertus Magnus Kirche Düsseldorf am Donnerstag, 24.10.2024, 15:00h

Torsten Laux (*1965 in Worms): 
Andante und Allegro über „Freude schöner Götterfunken“ über das Thema aus Schlusschor der 9. Sinfonie op. 125 von Ludwig van BEETHOVEN (Europa-Hymne) 

ZUGABE 
Torsten Laux (*1965 in Worms): 
Partita (7 Variationen) über die 7 Strophen des lutherischen Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ 
Text und Melodie von Georg Neumark (*1621 Langensalza - †1681 Langensalza)  

an der Wilhelm Sauer Orgel von 1909 mit 41 klingenden Stimmen auf drei Manualen und Pedal, dieses Instrument wurde nach den Vorstellungen von Max Reger konstruiert und 1994 bis 2000 aufwendig restauriert: 
Torsten Laux





https://www.instagram.com/reel/DN-76W1iCMj/?igsh=MTZjbnRudG5udmRhag==

URAUFFÜHRUNG: 
„Jesu Einzug in Jerusalem“ 
von Torsten Laux 

am Palmsonntag 2025 

in der Basilika Kloster Knechtsteden 

mit dem Kammerchor der Basilika Kloster Knechtsteden 
Leitung: Feliks Sokol 
Orgel: Torsten Laux 


„Jesu Einzug in Jerusalem“
für Chor (SATB) und Orgel
von Torsten Laux (*1965)
ist 2025 gedruckt erschienen im Daniel Kunert Musik-Medienhaus Celle (Verlag Buch und Note)
Bestell-Nr. 0625-01
Partitur, Chorpartitur, Orgelstimme

YouTube Link zur bebilderten Live-Tonaufnahme (Aufnahme und Bearbeitung von Yvonne Kortmann, Herne):

https://youtu.be/IpGsXBYUzkI?si=rO214Bo2jx6Qpo3t


https://youtu.be/Maula5nkIpg?si=D_6g3N6aIgeZq4ie

Privater Handy Live Mitschnitt des Konzertes am 24.11.2024 in der Heiliggeistkirche Heidelberg mit dem ersten evangelischen musikalischen Requiem „Musikalische Exequien“ von Heinrich Schütz und auch mit der Uraufführung meines Interreligiösen Oratoriums „erde.mysterium“, mit diesem Link verfügbar bei YouTube. 

Danke an Yvonne Kortmann für die Bereitstellung der Aufnahme.


https://youtu.be/5Twcn_Ns0so

Torsten Laux spielt an der Winterhalter-Orgel in der Evangelischen Christuskirche Bonn Bad Godesberg

ein Mediales Orgelkonzert

zum B E E T H O V E N Jubiläumsjahr 1770-2020

und zum 1. Geburtstag der Winterhalter-Orgel



PROGRAMM 



Johann Sebastian Bach (1685-1750): 
Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552 aus: „Dritter Theil der Clavier-Uebung“ für Orgel



Johann Sebastian Bach

Praeludium und Fuge c-moll BWV 847

aus: „Wohltemperiertes Klavier“ Teil I



Ludwig van Beethoven 
(1770-1827): 

Allegro con brio (1. Satz) aus: 5. Symphonie („Schicksalssymphonie“) c-moll Opus 67

Bearbeitung für Orgel:
Andreas Petersen



Wolfgang Amadeus Mozart 
(1756-1791): 

Adagio, Allegro und Adagio f-moll/F-Dur KV 594 (1790) „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ („Machine Composition“) 

Bearbeitung für Orgel:
Torsten Laux



Ludwig van Beethoven 
(1770-1827): 

Allegro (1. Satz) aus: 1. Klaviersonate f-moll Opus 2 Nr. 1

Bearbeitung für Orgel:
Torsten Laux



Ludwig van Beethoven 
(1770-1827): 

Adagio
F-Dur
WoO. 33, 3

aus:
Suite
für ein Orgelwerk in einer Uhr
WoO. 33

Bearbeitung für Orgel:
Ludwig Altman



Johann Sebastian Bach 
(1685-1750): 

„Epidemische“ Toccata d-moll (dorisch) BWV 565, 1



Torsten Laux (1965-)

Andante und Allegro d-moll/D-Dur

im Stil BEETHOVENs, wenn er doch in Bonn geblieben wäre, und wenn er für die Kirchenorgel komponiert hätte 

mit dem Thema „Freude, schöner Götterfunken“ aus: Ludwig van Beethoven: Schlusschor der 9. Sinfonie (1824) d-moll/D-Dur Opus 125



zum ersten gespielten Werk:

Praeludium und Fuge Es-Dur
von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu Beginn des Programms hat Albert Schweitzer sicher völlig zurecht trinitarisch (das heißt: symbolisch für die Dreieinigkeit Gottes) gedeutet, die jeweils drei Themen in Praeludium und Tripel-Fuge also als Ausdruck von:

1. Gott Vater

2. Gott Sohn

3. Gott Heiliger Geist.


Dazu passt die besondere Stellung von Praeludium und Fuge in der ‚heiligen’ ‚trinitarischen’ Tonart Es-Dur in Bachs III. Theil der Clavier Uebung (vom Komponisten und seinen Söhnen mit eigener Hand in Kupfer gestochen und als musikalisches Vermächtnis an die Nachwelt auf eigene Kosten gedruckt) als Rahmen (Anfang und Ende, Alpha und Omega!) für die Choräle zu Luthers Kleinem Katechismus (darin enthalten die Haupstücke des Gottesdienstes, daher auch der Name ‚Orgelmesse‘) und die 4 Duette (zu den 4 ‚Elementen‘).


Und daher passt dieses Programm nicht nur gut zu Pfingsten als traditionellem Ausgangspunkt der folgenden Sonntage, sondern besonders auch zum darauffolgenden Dreifaltigkeits-Sonntag oder Sonntag Trinitatis, nach dem in den Evangelischen Kirchen alle Sonntage bis zum Ende des Kirchenjahres benannt werden.


Wenn Albert Schweitzer in neuerer Zeit wegen dieser Deutung der jeweils drei Themen als Trinitas Gottes wegen der unterstellten Beeinflussung dieser Sichtweise durch Wagners Musikdrama in der späteren Romantik kritisiert wurde, so ist das Gegenteil der Fall: Richard Wagners Leitmotivik ist vermittelt durch Beethovens Motivarbeit von Bachs musikalischer Rhetorik, also der begrifflichen Deutung von Motiven, abgeleitet.


Siehe dazu (und besonders auch zur Tonartencharakteristik und daraus folgenden Dramaturgie des Programms) die ausführlichen Erläuterungen in meinem Vortrag zum Sommersemester anno coronae 2020.


Das Praeludium Es-Dur BWV 552 von Bach ‚pro Organo Pleno‘ ist im medialen Orgelkonzert an der Winterhalter-Orgel aus folgenden Gründen genau so (beginnend mit der Soloflöte 8‘ im Hauptwerk) registriert: 

Allzuoft habe ich es schon im Mixturplenum ‚durchgejagt‘ vorgefunden, ich wollte dagegen einige unerwartete Feinheiten des Stückes entdecken. 

Das Mixturplenum benötigt einen großen nachhalligen Kirchenraum zur klanglichen Entfaltung, auch im Konzertsaal wirkt es meist nicht überzeugend, umso weniger zuhause im Wohnzimmer über möglicherweise auch noch zu kleine Lautsprecher. 

Johann Sebastian Bach hat in der Regel seine Praeludien, Fantasien, Toccaten und Fugen „Organo Pleno“ überschrieben und meinte damit möglicherweise nur im Ausnahmefall ein heute dafür gewöhnlich gewähltes norddeutsch-barockes Mixturplenum! Zuerst bedeutet ‚Organo Pleno‘: für eine große Orgel mit vielen Registern, mehreren Manualen und eigenem Pedalwerk. Nach dem I. und II. Teil der ‚Clavier-Uebung’, die offensichtlich für das Cembalo bestimmt waren, und nach den ebenfalls für das Cembalo bestimmten 4 Duetten im III. Teil der ‚Clavier-Uebung’, hat er meiner Meinung nach vor allem in diesem Sinne „pro Organo Pleno“ über Praeludium (zu Beginn) und Fuge (am Ende des III. Teils der ‚Clavier-Uebung’) geschrieben. Ob es dann im thüringischen Tutti aller Register der spätbarocken Johann Sebastian Bach naheliegenden Trost-Orgel, im norddeutschen oder Silbermanns Mixturplenum, in einem Vorplenum mit Prinzipalchor 8’, 4’, 2 2/3’, 2’, in einem Vorplenum auf Basis einer Trompete, in einem Zungenplenum, möglicherweise angelehnt an das altfranzösische oder elsässische Grand Jeu, oder vielleicht sogar wie von mir hier versuchsweise angeboten im Wechsel verschiedener Einzelregister ausgeführt wird, könnte dabei offen geblieben sein. 
Ich habe mich zu Beginn des medialen Orgelkonzerts zum 1. Geburtstag der Winterhalter-Orgel in der Ev. Christuskirche Bonn Bad Godesberg für die Soloflöte 8’ im Hauptwerk entschieden, weil es das schönste Register und die größte Stärke dieser unvergleichlichen wunderbaren Orgel ist. 

Bachs Praeludium C-Dur (9/8-Takt, BWV 547) spiele ich am liebsten mit Trompete 8‘ und den Prinzipalen 4‘ und 2‘ im Hauptwerk, und das gleiche zuzüglich der Posaune 16‘ im Pedal. Dies wäre für einige extrovertierte, fröhliche, fanfarenartige Praeludien von Johann Sebastian Bach wie auch das Praeludium Es-Dur eine mögliche Option, passt allerdings wegen der norddeutschen Prägung dieser Registrierung so nicht zur Winterhalter-Orgel, ich verwende jedoch eine an diese Orgel angepasste ‚orchestrale‘ Deutung dieser Registrierung aus dramaturgischen Gründen am Ende der direkt nachfolgenden Fuge Es-Dur.



31. Mai 2020 

Torsten Laux